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CLEO creates emotions.

Wo bleibt die Zeit für Mode?

Die letzten 2 Wochen drehte sich auf dem Globus alles um die aktuellen Herbst-/Winterkollektionen 2016 der Top-Designer. In den Metropolen Paris, London oder New York liefen sich hunderte von mager Models auf dem Runway hinter her um all die aufwendig verarbeiteten Kleider zu präsentieren. Ein Augenschmaus. Ich steh ja total auf die Kleider, nicht unbedingt auf die Models.

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Habt Ihr Euch schon mal angeschaut wie so eine Moden-Show eigentlich abläuft? In einem rasanten Tempo sag ich Euch. 20 Minuten und der ganze Spaß ist auch schon wieder durch. Um so wichtiger: Wer sitzt in der Frontrow. DIE vorderste Reihe überhaupt. Wer da sitzt, tja der hat’s geschafft. Dahinter sitzt dann das Gefolge und noch weiter hinten die absoluten Nobodys, welche durch glückliche Umstände oder eine Naturkatastrophe an solche Tickets kamen.
Vor Jahren war ich mal mit einer Freundin in Berlin. Auch an der Fashion-Week. Und ja, ich saß sogar in der Frontrow bei Guido Maria Kretschmer. Der hatte eine riesige Kollektion, dementsprechend dauerte die Show auch fast eine Stunde. Einer der wenigen Designer, welcher sich Zeit nimmt für die Mode. Nicht nur in der Präsentation sondern auch in der Fertigung. Was für wunderbare Roben er entwirft.
Einfach unglaublich graziös und jede Frau fühlt sich absolut weiblich darin. Nehm ich zumindest an, leider hatte ich noch nie das Vergnügen etwas von ihm zu tragen.

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Nun gut, wollen wir nicht abweichen. Mein eigentliches Problem oder Anliegen sieht etwas anders aus. Heute nimmt sich einfach keiner mehr die Zeit. Eben, die Zeit für Mode. Es geht alles so schnell, kaum hat der Sommer angefangen kommen schon die Winterkleider in alle Geschäfte, und bald werden wir wohl Weihnachten schon im August feiern, weil die erste Christmas Ware im September eintrifft – es ist zum Haare ausreißen. Das Selbe geschieht auch mit der Mode.
Aber noch viel schlimmer: Wo bleibt der Gesetzesgeber für Mode?
Auf Grund des „Wir-haben-doch-alle-keine-Zeit-am-Morgen“ greift Frau und Mann oft einfach zum erst Besten was in die Klauen wandert. Das Augenhöhenprinzip nenn ich so was. Alles was im Kleiderschrank auf dieser Höhe ist, wird angezogen. Der Pulli geht schnell über den Kopf, und ist praktisch für kalte aber auch warme Tage. Die Blue-Jeans, der Klassiker, hat jeder und sieht zeitlos aus. Die Sneakers, angenehm zu tragen, jedoch nicht für jedes Outfit kompatibel. Für heute reicht’s aber. Und morgen, und übermorgen.

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Deshalb haben wir diesen Effekt mit den pummligen Teenager Girls, die alle Ihre Hosen so hoch wie möglich tragen, ein bauchfreies Top (welches oft zum Vorschein bringt, was eigentlich niemand sehen will) und nicht zu vergessen: die obligate Michael Kors Bag.
Darin tragen die sogar ihre Schulbücher. Das nenne ich mal „innige Liebe“.
Eigentlich ist es doch toll, dass der liebe Gott uns die Vielfalt der Mode geschenkt hat. Heute ist das „in“, morgen wieder „out“. Jeder Mensch hat die Möglichkeit ein Individuum zu sein. Aber nicht jeder will sich das „antun“ und geht dann mit der Masse.
Die Zeit kann zwar war Haft monumentales Schaffen, aber eines kann Sie Dir nicht geben – Stil. Den hat man oder eben nicht. Und dafür bleibt immer Zeit.

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