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CLEO creates emotions.

“Put your Hand(Y)s up in the Air, put your…”

Den Moment mit anderen teilen, Erinnerungen für sich festhalten, Spezielles posten… Und damit Aufmerksamkeit von anderen bekommen… –  Wie viel aber bekommt man dann noch für sich selbst mit?

Gestern war das Beyoncé Konzert in der Schweiz, vor einigen Wochen das Coldplay Konzert in Zürich. Mein Facebook wurde fast schon überflutet von online gestellten Videos. Mitfilmen anstatt mitfeiern heisst es für viele Fans. Für mich nimmt der Foto- und Videohype während Konzerten langsam absurde Züge an. Was nimmt man überhaupt noch wahr, wenn man während der Lifeacts ständig filmt und fotografiert und dies auch GLEICH noch online stellt? Ich denke nicht mehr all zu viel… Denn man guckt das Konzert eigentlich nur noch durch einen Mikrobildschirm. Ach,  sie tun mir schon fast leid, die kreativen Schöpfer dieser Wahnsinnsbühnen – diese nämlich, werden am allerwenigsten beachtet. (Dabei würde es sich wirklich lohnen, glaubt mir…)

Item: Die Stars stehen nicht mehr vor einem Lichtspiel von Feuerzeugen, sondern vor einem Meer mit hellen Displays und die Videos werden dann am Besten so schnell wie möglich online gestellt.

… Und dann die Handys zum Himmel… ! Heute gehen also die Handys hoch, nicht mehr nur dir Hände. Ich spreche nicht von ein paar Selfies oder ein, zwei Video – auch ich schiesse gerne Fotos und halte schöne Momente fest, aber wenn es bis zu 100 Fotos an einem Abend sind oder 5 gepostete Videos hintereinander, dann kann´s das doch echt nicht mehr sein.
Mir scheints, als ob es nur noch um Quantität anstatt Qualität geht: statt ‘weniger ist mehr’ lautet die Devise ‘mehr ist mehr’!
Vielleicht geht es auch darum, die Individualität zu zeigen: ‘Das ist meins, das habe ich gemacht’ oder ‘ich will der erst sein, der das Video online stellt’… Aber es wäre doch toll (ich denke auch für die Stars), wenn man anfinge,  die Konzerte wieder bewusster zu erleben – auch ohne Smartphone!
So, und nun schiesse auch ich noch ein Foto für diesen Blog;-)