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Oeland, eine wunderbare Ferieninsel in Schweden.

Jedes mal, wenn ich Öland verlasse, kommt etwas Wehmut auf. Dies ist jetzt grad der Fall und entsprechend auch der richtige Moment, um einen Blogbeitrag zu dieser wunderschönen Insel zu schreiben. Seit über 25 Jahren verbringe ich meine Ferien auf Öland. Wir haben ein kleines Ferienhaus im Norden der Insel (wir sind Sarah meine (Schwedische Frau), Kaya und Levin, unsere Kinder und der Hund Elvis). In Schweden nennt man sie die “Insel des Windes und der Sonne”. Was mir besonders gefällt ist die Tatsache, dass es bei schönem Sommerwetter jeweils 25-28 Grad gemessen werden und die Temperatur abends und nachts auf angenehme 20 Grad fallen.

Ich werde oft auch auf Mücken angesprochen, wenn ich von Öland und Schweden erzähle. In dieser Hinsicht ist es aus meiner Sicht in Öland nicht schlimmer als bei uns in Bern :-). Da wir das Ferienhaus so nah am Meer haben, bläst oft der Wind. Das vertreibt die Mücken. In Schweden selbst gibt es jedoch schon Flecken, welche wirklich mit einem Mückenspray angegangen werden sollten ;-).

Was wäre wenn...

Bern – Kopenhagen – Malmö – Kalmar – Öland

Das ist die Strecke welche einem auf die Insel Öland führt. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten:

Flug: um nach Schweden und damit auf die Insel Öland zu kommen, buche ich am besten einen Flug von Zürich/Basel oder Genf nach Kopenhagen (man fliegt rund 90 Minuten). Dort habe ich dann die Möglichkeit ein Auto oder Camper zu mieten und dann mit einer rund 5stündigen Fahrt durch den Süden Schwedens nach Öland zu kommen. Man fährt dabei über zwei Brücken. Zuerst über die längste Brücke Europas, der Öresundsbrücke (von Kopenhagen nach Malmö). Sie wurde im Jahr 2000 eingeweiht – früher musste man für die Strecke die Fähre nehmen. Dann um auf die Insel Öland zu kommen auf die Ölandsbrücke.

Auto / Camper: keine Frage – mit dem Auto empfehle ich die Strecke in zwei Tagen zu bewältigen. Zuerst fährt man durch ganz Deutschland (Karlsruhe / Frankfurt / Hamburg) und dann auf Putgarden. Kurz vor Putgarden gibt es den Ort Timmerdorfer Strand. Dort hat es einen wunderbaren Ostseestrand mit den typischen Strandkörben und vielen tollen Restaurants im Zentrum. Ideal zum Übernachten. Danach gehts von Putgarden mit der Fähre nach Rödby in Dänemark. Eine schöne Fahrt und jedes mal ein Highlight für die ganze Familie. Im 2020 soll der neue Tunnel eröffnet werden. Danach geht es durch Dänemark bis Kopenhagen und von dort aus ist es derselbe Weg wie oben beschrieben.

Es steht ausser Frage, dass der Flugweg der bequemere ist. Wenn man jedoch für eine längere Zeit verreist und den Wagen bzw. den Camper vollgepackt hat, macht es durchaus auch mit dem Auto / Camper einen Sinn.

Öland Facts:

Öland ist eine schwedische Ostseeinsel in der heutigen Provinz Kalmar. Mit 137 km Länge und einer maximalen Breite von 16 km besitzt sie eine Fläche von etwa 1.347 km². Öland ist damit (nach Gotland) die zweitgrößte Insel Schwedens und zugleich die kleinste historische Provinz des Landes. Sie gliedert sich in die Gemeinde Borgholm im Norden und Mörbylånga im Süden.

Die Insel ist seit 1972 mit der auf dem Festland gelegenen Stadt Kalmar durch die sechs Kilometer lange Ölandbrücke verbunden. Auf Öland leben rund 25´000 Menschen.

Landwirtschaft ist der wichtigste Erwerbszweig. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat der Tourismus, wobei sich die Saison auf eine kurze Sommersaison von weniger als drei Monaten beschränkt, in der Hunderttausende Touristen, vor allem Schweden, die Insel besuchen. Schon Mitte August schließen viele touristische Angebote. Im Winter findet kaum Tourismus statt.

Öland ist das Fleckchen mit den meisten Sonnenstunden in ganz Schweden. Das weiß auch die schwedische Königsfamilie zu schätzen: Carl Gustaf und Silvia verbringen jeden Sommer auf der Insel in der Ostsee. In den Sommermonaten wird es um 04 Uhr hell und dies bleibt es dann auch bis ca. 22 Uhr. Allerdings bläst es hier auch viel, denn auf Öland gibt es keine Berge und sehr wenig Wälder. Aus diesem Grund stehen auf Öland auch 350 Windmühlen. Für´s Kiten und Surfen ist die Insel perfekt.

 

Oeland Strand remoneuhaus.com (5 von 1)

 

Strände auf Öland:

Als ich zum ersten mal auf die Insel kam, glaubte ich es kaum. Kilometerlange wunderbare Strände. Natürlich gibt es kein himmelblaues Meer. Aber ich war trotzdem überrascht wie schön diese Natur ist und vor allem wie unterschiedlich. Im Norden Ölands ist zum Beispiel der Böda Strand. Eine ca. 20 Kilometer lange Bucht. Eine Augenweide. Schon alleine an diesem Strand gibt es verschiedene Möglichkeiten; für jeden hat´s was:

Homerevet: dies ist der Strandplatz für Geniesser. Man läuft zuerst durch einen wunderschönen Pinienwald und dann kommt man an den Beach. Dort hat es meistens nicht so viele Leute. Ein ruhiger Strandplatz für Geniesser. Auch der absolute Lieblingsplatz meines besten Freundes David Brodbeck, welcher jedes Jahr mit seinem Sohn bei uns zu Besuch ist.

Böda Camping: Wer es gerne wie in Rimini hat, der kann direkt zum Böda Camping. Und dort hat es dann alles was das Herz begehrt. Ein cooler Beachclub mit direkter Aussicht auf´s Meer. Ungefähr 30 Beachvolley Felder mit vielen knackigen blonden Schwedinnen ;-). Für die Kids eine Wasserwelt mit Piratenschiff und Rutschbahnen. Das Böda Camping gehört zu den grössten Campings in ganz Schweden. Es ist fast wie eine kleine Stadt; vom Einkaufszentrum über Fitnessraum bis zu einer Konzertbühne hat es dort alles. In Schweden so populär, dass es sogar eine Soap Serie über dieses Camping gab. Wer zum Campen unterwegs ist und es ein bisschen ruhiger möchte, empfehle ich einen der kleinen Campings zu Beginn der Böda Bucht.

Byrum: Auf der anderen Seite der Insel liegt der Byrum Strand. Der Böda Strand ist ein Sandstrand. Der Byrum Strand ist ein Sand- Steinstrand. Eine kleine ca. 5 Kilometer lange Bucht. Traumhaft schön mit der Aussicht auf die kleine Insel “Blaue Jungfrau”. Je nach Windrichtung hat es auf der einen Seite mehr oder weniger Wellen. Da die Insel nur 16 Kilometer breit ist, kann man also morgens durchaus überlegen an welchen Strand man möchte. Sowohl Byrum wie auch Böda liegen im Norden der Insel. Da wir dort unser Sommerhaus haben entscheiden wir uns meistens für einen dieser beiden Strände.

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Kiten / Surfen:

Vor rund drei Jahren entdeckte ich das Kiten. Einer meiner Träume war immer ein guter Surfer zu sein. Als Marc Meier, ein sehr guter Freund mit seiner Familie bei uns in Schweden zu Besuch war, meinte er, dass ich doch besser Kiten lernen soll. Er packte dann jeweils am Strand seinen Kite aus und steckte mich wortwörtlich mit dem Kite Fieber an. Danke Marc :-). Marc Ramseier, ein ehemaligen Pro-Kiter und Ozone Ambassador hat mich dann bestens bei der Materialwahl beraten und unterstützt. In Ägypten, El Gouna habe ich dann Kiten gelernt. Mittlerweile war ich schon vier mal dort.

Auf der Insel Öland bin ich nun schon ein kleiner Spezialist, was die Wind- und Kiteverhältnisse angehen. Ich kann von unserem kleinen Sommerhaus an den Strand laufen und von dort starte ich mittlerweile den Kite selbst und fahre (bei Süd-Ost-Wind) mit dem Kite zum Böda Strand (ca. 30-45 Minuten je nach Windstärke). Öland ist ein phantastischer Ort für Kiter und Surfer. Es gibt jede Menge Strände um seiner Leidenschaft zu fröhnen. Und das gute daran: sofern es Wind hat, gibt es dann auch die passende Inselseite zum Kiten.

Haga Park: gilt übrigens in Schweden als einer der besten und sichersten Windplätze. Der Haga Park ganz im Süden Ölands, ist so ideal gelegen, dass jeweils eine Windbrise nachmittags einsetzt und für gute Windverhältnisse sort. Dies zT. auch an Tagen wo sonst nicht genügend Wind zum Kiten oder Surfen herrscht. (Link setzen).

Wer auf Öland kitet, dem empfehle ich der Facebook Gruppe Öland-Kalmar Kitegruppe beizutreten. Da erfährt man immer von allen wo die besten Windverhältnisse herrschen und wer unterwegs ist.

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Systembolaget:

Alkohol. Ja den gibt´s in Schweden auch :-). Ich kann mich noch erinnern, als ich mit 18 Jahren zum ersten mal in Spanien in den Ferien war. Da vielen mir vor allem die wirklich stockbetrunkenen Skandinavier und Schweden (und natürlich Schwedinnen :-)) auf. Ich frage mich damals, weshalb dies wohl so ist?

Möglicherweise ist das System schuld? In Schweden kann man den Alkohol nicht im Coop oder in einer ausgewählten Weinhandlung kaufen. Es gibt hierfür das Systembolaget. Schon der Name ist völlig unsexy. Das sind Stores welche vom Schwedischen Staat geführt werden. Nüchtern, kühl, leicht nach Alkohol riechend. Dort kann man sich (sowohl als Schwede wie auch als Tourist) mit der gewünschten Menge Alkohol eindecken. Im Einkaufswägeli notabene. Eigentlich sieht es wie im Aldi aus. Bei der Kasse muss man dann noch den Ausweis zeigen (bis rund 30 ist mir das immer wieder passiert – Alkohol kriegt man in Schweden ab 20 Jahren). Heute fragt auch mich keiner mehr nach dem Ausweis :-)…

Der Alkohol wird hier in Schweden wirklich ohne jegliche Emotion verkauft. Die Weine sind nach Preise geordnet. Das heisst in den Regalen finden wir zuerst die Weine zwischen 8-10 Franken, danach die Weine zwischen 10-20 Franken – usw. Das hier ein grosser Gap zwischen Kultur zum Wein aufbauen und reines Trinken besteht ist aus meiner Sicht gegeben. Das schätze ich in der Schweiz, Italien und Frankreich sehr – hier können wir bei einem Guten Weinhändler degustieren, den Wein und dessen Hersteller und Philosophie kennen lernen.

Aber egal: der Wein und das Bier schmeckt auch in Schweden :-). Übrigens zum Abschluss dieses Blogs ein kleiner Biertip: Einstöck Ale. Nicht aus Schweden, sondern aus Island. Skol. (Link zum Bierhaus in Münsingen).

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Text & Fotos: Remo Neuhaus
Link Website Remo Neuhaus