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CLEO creates emotions.

Jetzt mal im Ernst; wie alt seid ihr?

Seit Mitte Juli ist das wunderbare und ach so erfolgreiche Spiel „Pokémon GO“ auf dem Markt. Der absolute Hype.

Überall sieht man diese Scheiss Dinger. Jeder spielt es, und für einen Moment hatte ich einen Jugendzeit-Flashback. Wo andere früher im Wald Holz schnitzten, setzt die heutige Generation auf ein pseudo-virtuelles Mobilespiel.

Ja hallo? Wo zum Teufel sind wir denn hier gelandet? Die Gesellschaft ist einfach nicht mehr das, was sie mal war. Wo sind „die guten, alten Zeiten“ denn geblieben? Wo man sich noch gegenseitig die neuste Kassette im Rekorder angehört -, draußen auf der Straße mit Kreide gemalt – auch wenn es regnete – (uns konnte damals nichts erschüttern), oder man sich einfach mit einem simplen Kartenspiel die Stunden um die Ohren geschlagen hat. Nur selten findet man heute eine Familie der Gattung „Retro“ die noch solche Dinge tut mit ihren Kids.
Wir gehören im Übrigen dazu. Bei mir kommt kein so digitales Spiel ins Haus. Bestimmt noch nicht jetzt, denn der Zwerg ist erst 5 Jahre alt.
Klar, iPad, TV und alles andere kann man den Kindern heute nicht vorenthalten. Sie wachsen in dieser Zeit auf. Aber bitte, man muss das nicht auch noch fördern.

Gut, zurück zum Thema: Pokémon. Mein Bruder war ein leidenschaftlicher Sammler dieser Viecher. Damals gab es noch das Kartenspiel. (Ja ihr habt richtig gelesen – KARTEN). Je wertvoller die Karte war, umso schöner war ihr Äußeres. Sie glänzte, glitzerte, funkelte, halt alles das was sie eben tat. Es wurde in der Pause getauscht, gekauft und verkauft. Ein richtiger Dealer war mein Bruder.

Aber als ich letzte Woche dieses bescheuerte Video einer Oma sah, die in ihrem Wohnzimmer irgendwelche Pokémon-Gestalten mit dem Kochlöffel zu Tode klopfte, da dachte ich mir, wie bescheuert sind die eigentlich? Und sich dann noch über alte Menschen lustig machen – ja ganz toll. Man sollte diesen Menschen ein Kränzchen winden für ihre geniale Verhaltensweise. Einfach lächerlich. Ach und das Beste: es gibt sogenannte „Pokéstops“. Das sind Orte, an denen der Spieler Bälle, Eier und Tränke für seine Viecher bekommt. Unglaublich, oder? Man erfindet eine virtuelle Welt. Aber kein Schwein geht mehr in Museen oder in Ausstellungen. Ist wohl zu langweilig.

Aber wie jedes mal, eine Riesen Fanbase, tausende Follower und viel, viel Geld.

Na dann hoffen wir mal auf bessere Zeiten. Übrigens, sogar das Word-Programm hat das Wort „Pokémon“ schon in seinem Korrektur Repertoire. Wie geil ist das denn?

 

 

Text: Rahel Schneuwly, Rachel´s Things and More Link Website

Bilderquelle: www.herr-m.at