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CLEO creates emotions.

Es ist es nicht wert, zu werten.

Unsere Mitmenschen sind uns nicht egal. Zumindest diese, welche wir zu unserem engen Freundes – und Familienkreis zählen. Menschen, die uns nicht nahestehen, oder welche wir gar nicht mal kennen, sind uns vielleicht egal, vielleicht nicht – sehr oft aber wird Wert daraufgelegt, was ‚die anderen’ denken. Menschen, welche wir gar nicht mal kennen.

Ja, wir senden Signale nach aussen mit der Art, wie wir uns kleiden, uns verhalten und wie wir sprechen. Wir identifizieren uns mit einem gewissen Stil, positionieren uns mit unserer Meinung oder kommunizieren unbewusst, indem wir zurückhaltend sind und gar nichts sagen. Alles wird von aussen wahrgenommen und interpretiert – es passiert automatisch, mit dieser Gewohnheit wurden wir grossgezogen.

Urteile und Interpretationen sind zum Teil Wertvorstellungen, die vorschnell gefertigt werden und sich oftmals auf einer oberflächlichen Basis bilden. Sich selber, andere Menschen oder Situationen zu bewerten und zu vergleichen führt zu einer schubladisierten Denkweise und schwächt die Toleranz und Akzeptanz gegenüber uns selber und unserer Umwelt.

Es ist für mich oftmals nicht nachvollziehbar, warum Wertvorstellungen so wichtig sind und weshalb viele Menschen glauben, man müsse sich einem gegebenen Weltbild anpassen. Warum Urteile über andere Leute, deren Lebens – oder Kleiderstil gefällt werden, kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, finde es aber dennoch im Grossteil der Situationen unnötig und auch fraglich, woher das Bedürfnis kommt, so genau auf andere Menschen und ihre Welt zu achten und diese zu analysieren.

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So lange die Umstände, in welchen Leute leben, niemanden verletzen oder beeinträchtigen, und diese Leute dabei glücklich sind, gibt es rein gar nichts dazu zu sagen – weder zu interpretieren noch zu bewerten. Es ist jedem Menschen freigestellt, wie er/sie seine Zeit hier verbringt und es gibt keinen Grund, diese Entscheidungen in Frage zu stellen, zu bemängeln oder anzuzweifeln, so lange nicht nach Rat gefragt wird, oder das Leben dieser Person unser eigenes Wohlbefinden nicht belastet.

Unsere Mitmenschen, welche ein scheinbar ‘perfektes’ Leben haben, solche, die einen unkonventionellen Lebensstil führen, andere, die mit ihrem Äusseren oder ihrer Weltsicht aus dem Rahmen fallen – diese im Speziellen bekommen viel vom Klischeedenken der Gesellschaft und dessen Konsequenzen ab. Sich vergleichen, sich brüskieren oder andere angreifen – solche Verhaltensweisen zeigen, dass nach wie vor ein sehr wertendes und eingeschränktes Denkmuster vorherrscht. In vielen Fällen zeugen sie von Neid oder Frustration, Unsicherheit oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Dasein. Mitmenschen, welche anders sind, können als Spiegel fungieren und dies kann sehr unangenehm sein.

In der Meditation wird Gelassenheit, das bewusste Sein im Moment, loslassen und ein wertfreies Leben, frei von Interpretationen praktiziert. Sich selber wohlwollend gegenübertreten und sich genau im jetzigen Moment so zu akzeptieren wie man ist, bringt eine entspannte Einstellung gegenüber sich selbst und seinem Leben. Genau so transferiert diese Gelassenheit auch unser Denken über andere, nämlich im Sinn von ‘leben lassen’. Das Loslassen von Eifersucht und Neid lässt auch Bitterkeit und Frustrationen verschwinden und öffnet unsere Sinne für das Glück.

Es entsteht eine Zufriedenheit, verbunden mit Offenheit gegenüber der Welt und allen ihren Unterschieden, Farben, Menschen, Erfahrungen und Erlebnissen, die genau so aufgenommen werden wie sie sind – ohne sie in eine Schublade zu schieben.

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Foto & Text: Lucie Pfändler (No copyright allowed)

Blog Fitswisschick (Lucie Pfaendler)

lucie.pfaendler@gmx.ch